Ankündigung: Erfassung der Streuobstbestände im Lallinger Winkel

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts „Streuobstwiesenkompetenzzentrum Lallinger Winkel“ sollen zwischen April-Mai 2021 die Streuobstbestände im Lallinger Winkel erfasst und deren Zustand dokumentiert werden. Die Kartierung findet im Rahmen einer Bachelorarbeit statt, welche von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) betreut wird.

Die geplante Kartierung soll Aufschluss über die derzeitige Bestandssituation und Charakteristika der Streuobstbestände im Lallinger Winkel geben. Dabei werden Daten wie die Obstart, Altersphase, Pflegezustand, Unternutzung und das Vorkommen von Strukturelementen (Hecken, Totholz, Höhlen, Reisighaufen etc.) erfasst.  Im Anschluss an die Bestandserfassung sollen mit einem Teil der Eigentümer und Bewirtschafter der Streuobstwiesen freiwillige Interviews durchgeführt werden. 

Für welchen Zweck wird kartiert

Ziel des Projektes ist es alle Streuobstbestände in den Gemeinden Lalling, Grattersdorf, Hunding und Schaufling zu erfassen und auf dieser belastbaren Datengrundlage gezielt Maßnahmen zur Pflege, Nachpflanzung, Neuanlage und zur ökologischen Aufwertung der Streuobstbestände vorzuschlagen sowie Entwicklungsprognosen abzuleiten. 

Vorgehensweise

Kartiert werden Streuobstbestände, die die traditionelle, extensiv bewirtschaftete Form des Obstbaus in Unterscheidung zum intensiven Niederstamm-Obstbau in Plantagen darstellen. Erfasst werden Halb- und Hochstämme in flächiger und linearer Anordnung (ab 10 Bäume) auf unterschiedlich genutzten Flächen.

Was passiert mit den Ergebnissen der Kartierung?

Eine Kartierung der Streuobstbestände im Lallinger Winkel erzeugt eine umfassende Datengrundlage für die Region, welche in vielerlei Hinsicht genutzt werden kann und den Gemeinden anschließend in digitaler Form langfristig zur Verfügung steht. Auf Grundlage der erhobenen Daten können Maßnahmen zum Erhalt der Streuobstbestände angeregt und gezielt umgesetzt werden. Auch zeigt die Kartierung den Handlungsbedarf hinsichtlich notwendiger Unterstützung der Streuobstwiesenbewirtschafter auf. Die Ergebnisse der Kartierung sollen den Besitzern und Besitzerinnen in einer Veranstaltung vor Ort vorgestellt werden. Weiterhin werden wir bei einer Exkursion mit Interessierten und Flächeneigentümern/-bewirtschaftern im Juli 2021 ausführlich erläutern, wie bei der Kartierung vorgegangen wurde und weshalb.

Notwendige Voraussetzungen für die Kartierung:

Für die Kartierung der Streuobstbestände ist es unerlässlich, dass die Bachelorstudentin alle Flächen mit Streuobst betreten kann. Erfasst werden sollen Flächen ab 10 Bäumen. Die Studentin wird sich sehr umsichtig verhalten und keinerlei Schaden auf den Streuobstwiesen verursachen.  Insofern hoffen wir, dass der Studentin im Rahmen ihrer Bachelorarbeit der Zugang zu den Streuobstbeständen gewährt wird. 

Für etwaige Rückfragen und Anmerkungen zur geplanten Kartierung steht Rebekka Honecker (rebekka.honecker@hswt.de / 0816171/5162) sehr gerne zur Verfügung.