Die 55. Bergmesse am Stoa trotzt Corona

Nicht auf alles muss man während der Corona-Pandemie verzichten, dies zeigte sich bei der Bergmesse am Stoa. Der Berggottesdienst auf der Lichtung vor dem großen Büchelstein lockte am Sonntag fast 200 Besucher an. Zum 55. mal wurde die traditionsträchtige Messe unter freiem Himmel in herrlicher Natur gefeiert.

Pfarrer Josef Huber sprach den besonderen Ort in unberührter Natur an, an dem die Bergmesse gefeiert wird. „Am Ende der Welt“ gelten andere Besonderheiten, das ließ Jesus auch schon seinen Jüngern spüren. Wird in der Stadt oder in größeren Ortschaften einfach ein Lieferdienst oder „Caterer“ gerufen, muss man in der freien Natur andere Wege gehen. So kann jeder, mit seinen einzelnen kleinen Gaben, im Gemeinsamen für ein Festmahl sorgen. Dazu kommt ein „Mehrwert“ und auch eine Segensgeste, dies zeigt von Interesse für den Menschen, ganz ohne Egoismus. Auch das Wunder der Brotvermehrung zeugte vom Gewinn durch Teilen, umsetzbar ist dieser Akt in viele Lebensbereiche, auch in Corona-Zeiten, wenn jeder auf den anderen achtet.

„Zusammengeläutet“ haben die Büchelstoana Weisenbläser kurz vor 10 Uhr. Die Musikanten Stephan Schaffhauser, Hans Ebner, Georg Mirwald und Gotthard Ambros bliesen vom Gipfelkreuz aus ihre Weisen in die Weite.

Auch das „Große Gott wir loben dich“ am Ende der Messe verstärkten sie.

Für die gewohnt stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgten die Büchlstoana Stubnmusi Hans Rimböck, Hermann Rimböck, Stefan Zwickl, Christl Drasch und Eva Keilhofer. Auch die Waidlermesse wurde gesungen, in diesem Jahr musste jedoch die Anzahl der Sänger reduziert werden. Kaspar Gerg und Michael Schneider sangen zusammen mit den Mitgliedern der Stubnmusi die bekannten  Lieder, was den hervorragenden und stimmgewaltigen Sänger auch bestens gelang.

Gedacht wurde beim Gottesdienst auch den verstorbenen Mitgliedern der Wald-Vereinssektion, im vergangenen Jahr waren es zwölf langjährige Frauen und Männer.

Die Zusammenarbeit klappte wie jedes Jahr hervorragend, Dank Sepp Drasch, der wieder die Lautsprecheranlage der Pfarrei Schöllnach  organisiert hatte, konnte der Gottesdienst aus allen Winkeln der Wiese akustisch bestens verfolgt werden. Die Feuerwehr Oberaign kümmerte sich in gewohnter Weise um die Verkehrslenkung und die Parkplatzeinweisung.

Begrüßt werden konnten auch die beiden „Hausherren“ Bürgermeister Robert Schwankl sowie Grundstücksbesitzerin Sonja Raith, die in diesem Jahr um diese Zeit nicht in der Küche stand und das Büchelsteiner zubereiteten musste.

Das sonst anschließende Büchelsteinerfest in Kerschbaum konnte in diesem Jahr nicht stattfinden.

Viele Gedanken haben sich die Verantwortlichen der Wald-Vereinssektion Büchelstein um Vorsitzenden Christian W. Meier im Vorfeld gemacht, durch sorgfältige Planung aber auch Zweifel ausgeräumt.

Dank wohlüberlegtem Hygienekonzept kam die Sicherheit der Gottesdienstbesucher aber auch die stimmungsvolle gemeinsame Andacht keineswegs zu kurz.

Ein wichtiges Gebot war, den nötigen Abstand zwischen den Gottesdienstbesuchern zu halten und beim Hin- und Rückmarsch einen Mundschutz zu tragen. Für das auch zuverlässige Benutzen des Hilfsmittels war ein Kontrollposten vor Ort, Ludwig Obermeier und Wastl Hierböck hatten sich am Zugang der Wiese positioniert, verteilten im Bedarfsfalls auch einen Mundschutz. Zudem überwachten sie mit einem Klickzähler die Anzahl der Besucher, so konnte die genaue Zahl der Anwesenden mit 197 Gläubigen bestimmt werden. Diese verteilten sich sehr gewissenhaft auf die große Fläche, Bänke waren in diesem Jahr nicht aufgestellt worden, mitgebrachte Stühle durften benutzt werden.

Abschließend bedankte sich Christian W. Meier für die Einhaltung aller Regeln und verabschiedete alle Anwesenden mit den besten Gesundheitswünschen für die kommende Zeit.

Die Gottesdienstbesucher haben sich auf der weitläufigen Wiese verteilt.

Pfarrer Josef Huber zelebrierte die diesjährige Bergmesse.

„Zusammengeläutet“ haben wieder die Büchelstoana Weisenbläser vor dem Gipfelkreuz. Der musikalische Gruß war weit zu hören.

Text&Bild: ni