Dorfplatzsanierung

Der Gemeinderat befasste sich erneut mit einem großen Zukunftsprojekt, dem Umbau des früheren Schulhauses mit Kindergartenerweiterung sowie mit der Gestaltung des im Süden an das Schulhaus angrenzenden Dorfplatzes.

Der Planer Roland Weinmann legte die aktuelle Planung für den Umbau des Schulgebäudes in ein Bürgerzentrum mit Kindergartenerweiterung vor. Der Planer teilte mit, dass die Wünsche der Vereine und Gruppierungen weitgehend berücksichtigt wurden, soweit es das Raumprogramm zuließ. Aufgrund der Multifunktionalität der Räume werde den Vereinen ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Im Kellergeschoss sind ein Werkraum sowie ein Gymnastikraum eingeplant. Neu ist eine von außen zugängliche öffentliche Toilettenanlage. Flur und ein Lagerraum sollen als Stauraum für Vereine wie Unterbringung der Vereinsfahnen dienen. Im Erdgeschoss entstehen zwei Bürgersäle mit insgesamt etwa 100 Quadratmeter, die gemeinsam oder mittels mobiler Trennwand unabhängig voneinander genutzt werden können. Außerdem sind im Erdgeschoss ein Bürgermeisterzimmer, ein Bürgerbüro, eine Küche und ein Stuhllager geplant. Im Obergeschoss werden Bücherei, die Mutter-Kind-Gruppe und eine weitere Toilettenanlage untergebracht. Die Geschosse werden mittels Außenlift barrierefrei erschlossen. Wünsche der Räte wie Erste-Hilfe-Station mit Defibrillator, ein Jugendraum sowie eine Kochmöglichkeit für VHS-Kurse sollen nach Möglichkeit noch berücksichtigt werden. Weinmann führte weiter aus, dass während der Planung eine Kindergartenerweiterung hinzugekommen ist, die aufgrund des Geburtenanstieges notwendig wird. Dafür sollten eigentlich die Räume der ehemaligen Lehrerwohnung verwendet werden. Unterschiedliche Höhenaufbauten der verbindenden Gebäudeteile hätten allerdings Barrieren ergeben. Die Regierung von Niederbayern als Förderstelle zeigte sich davon wenig begeistert. Die Idee wurde deshalb verworfen. Die Regierung schlug vor, die ursprünglich für Bürgersprechstunde und Bürgermeister eingeplanten Flächen im Obergeschoss weitgehend der Kindergartenerweiterung zuzuschlagen. Wegen der nur zwei wöchentlichen Bürgersprechtage wurde dieser Vorschlag bei der jetzigen Überplanung berücksichtigt. Für den Kindergarten wurde ein neues Raumkonzept erstellt. Danach sollen die beiden Regelgruppen künftig im Obergeschoss untergebracht werden. Der bisherige Mehrzweckraum wird zum Gruppenraum umfunktioniert. Damit entstehen insgesamt Räumlichkeiten für 50 Kinder in zwei Gruppen. Die Räumlichkeiten im Erdgeschoss bleiben für die Krippe bestehen. Notwendig wird lediglich ein Gruppennebenraum. Dafür wird der bisher für die Regelkinder genutzte Nebenraum verwendet. Die Kapazität der Krippe verdoppelt sich auf künftig 18 Kinder. Ob eine energetische Sanierung gemacht wird, soll der Gemeinderat alsbald entscheiden. Die Fachplaner werden einen Vorschlag erarbeiten. Nach Möglichkeit soll die ehemalige Lehrerwohnung auch einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden. Eine Förderung aus Städtebauförderungsmittel wäre möglich. Eine Abklärung mit der Regierung steht noch aus. Die Eingabeplanung für das Bürgerzentrum und die Kindergartenerweiterung sollen in einer der nächsten Sitzung vorgelegt werden.

Planerin Ursula Jocham stellte danach den Vorentwurf für die Neugestaltung des Dorfplatzes mit Innenhof der ehemaligen Schule vor, der zum Großteil entsiegelt wird. Das Höhenniveau wird angeglichen, um einen barrierefreien Zugang zum Gebäude zu ermöglichen. Ein Teilbereich soll für den Kindergarten als zusätzliche Spielplatzfläche dienen. Auf dem Grundstück „Dorfmitte“ soll eine geordnete, multifunktionale Parkfläche mit Grünordnung, eine öffentliche Spielplatzfläche sowie ein neuer Standort für Infotafeln mit Sitzgelegenheiten entstehen. Berücksichtigt werden auch ein neues Maibaumfundament sowie Vorkehrungen, um den Platz auch für Feste nutzen zu können. Für die Zuwegung vom Parkplatz zum Bürgerzentrum legte die Planerin zwei Varianten vor. vgl

Lageplan Dorfmitte Grattersdorf

Abbildung: Die Planunterlage zeigt oben das Areal des ehemaligen Schulhauses mit Kindergarten, unten die Gestaltung der Dorfmitte

Plan: Büro Jocham+Kellhuber, Iggensbach/Altötting