Gemeinderatsitzung

Grattersdorf. Im Hauptort Grattersdorf soll ein neues Baugebiet entstehen. In der jüngsten Sitzung stellte die Architektin Kathrin Bollwein von der wp-Gesellschaft den Entwurf des Bebauungs- und Grünordnungsplanes „Breitenwiese II“ vor. Er sieht 25 Bauparzellen im Westen des Baugebietes „Breitenwiese I“ vor. Die Zufahrt soll von der Auguste-Winkler-Straße hinter dem Feuerwehrhaus ins Baugebiet erfolgen. Im Norden des Geltungsbereiches soll ein Kinderspielplatz entstehen, im Südwesten ein Regenrückhaltebecken. Die Bebauungsplanaufstellung soll nach einer bis Ende des Jahres geltenden Regelung im Baugesetzbuch erfolgen, bei der auf eine Umweltprüfung und die Bereitstellung von Ausgleichsflächen verzichtet wird. Dafür muss das Ausweisungsverfahren noch heuer beginnen.  Die Räte stimmten dem Entwurf grundsätzlich zu. Sie legten als Dachformen Sattel- oder Walmdach fest. Der Entwurf geht nun in die behördliche Anhörung.

Der Wunsch eines Bauwerbers, in Renzling ein Haus zu bauen stößt beim Landratsamt wegen fehlender planungsrechtlicher Festlegung auf wenig Gegenliebe. Die Baubehörde schlug den Erlass einer Klarsetzungs- und Ergänzungssatzung vor. Dem will die Gemeinde nachkommen. Sie billigten den Entwurf der Satzung, in dem der Innenbereich vom Außenbereich abgegrenzt wird. Auch für diesen Satzungsentwurf wird nun das vorgeschriebene Anhörungsverfahren durchgeführt.

Zugestimmt wurde den Bauanträgen von Thomas Streicher zur Erweiterung einer Stallung und Neubau einer Güllegrube in Renzling, von Manuel Wolf für den Ersatzbau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle in Frieberding, von Georg Mühlbauer zum Bau einer Pferdestallung mit Lager- und Aufenthaltsraum in Grattersdorf und von Erich Egner zum Abbruch einer Holzlege und Bau einer 4-fach Garage mit Holzlege in Konrading, dem Tekturplan von Bernhard und Bettina Krallinger für den Neubau eines Wohnhauses mit Garage in Grattersdorf sowie den Antrag auf Vorbescheid von Martin Scheungrab zum Abbruch des Wohnhauses mit Nebengebäude mit Errichtung eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarte und Lagerhalle in Haselöd.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Gemeinde immer wieder mit der Wasserversorgung für Kerschbaum befast. Die Quelle befindet sich auf Privatgrund, für deren weitere Nutzung die Ausweisung eines Wasserschutzgebietes notwendig ist. Wegen verschiedener Faktoren ist dies nicht so einfach und wahrscheinlich mit erheblichen Kosten verbunden. Wahrscheinlich ist auch eine Aufbereitung des Wassers notwendig. Die Gemeinde könnte das bestehendes Leitungsnetz übernehmen und eine Verbundleitung zum Hochbehälter der Ortschaft verlegen. Bis Ende 2001 wäre für den Leitungsbau noch eine staatliche Förderung möglich. Der Gemeinderat war der Meinung, der Bürgerschaft von Kerschbaum ein Angebot für einen Leitungsbau und die Übernahme des Ortsnetzes zu machen. Dies soll bei einer Informationsveranstaltung erfolgen, an der auch die Fachstellen teilnehmen sollen.

Dem Gemeinderat wurde mitgeteilt, dass nach der Konzessionsabgabenverordnung die Konzessionsabgabe um fünf Cent auf 1,32 Euro je Kilowatt erhöht werden kann. Damit die Erhöhung im neuen Konzessionsvertrag festgeschrieben werden kann, ist ein Gemeinderatsbeschluss notwendig. Dem stimmten die Räte zu. Die Neuerung gilt ab Jahresbeginn 2020.

Dem DJK Grattersdorf wurde ein Zuschuss von 1 000 Euro für die Jugendarbeit bewilligt.

Bürgermeister Alfons Gramalla teilte mit, dass beim Landkreis eine Aufstufung der Gemeindestraße von Grattersdorf nach Euschertsfurth zur Kreisstraße beantragt werden soll. Die ebenfalls betroffene Nachbargemeinde Lalling will den Antrag unterstützen. In Lalling wird die Gründung eines Fördervereins für die Grundschule in Aussicht genommen. Die Gemeinde wurde würde dem Verein beitreten. Gleiches gelte für die Dorfgemeinschaftsvereine Roggersing und Winsing gelten. Der Gemeindechef erinnerte an das Problem mit der Maibaumhalterung am Grattersdorfer Dorfplatz (DZ berichtete). Er bat die Räte, sich Gedanken über das weitere Vorgehen zu machen. Eine weitere Mitteilung des Bürgermeisters betraf die Löschwasserzisterne Nabin. Die ist fertig und soll noch heuer befüllt werden. vgl