Grattersdorf blüht auf – Gartenbauverein feiert 30-jähriges Jubiläum 

Seit 30 Jahren gibt es den Gartenbauverein in Grattersdorf. Er bietet Garten- und Naturfreunden die Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch und kümmert sich um den notwendigen Nachwuchs.  Dazu gehören, wenn nicht durch eine Pandemie unterbrochen, die monatlichen Stammtische. Schon unzählige Male bereicherten interessante Vorträge das Vereinsleben. Eine besonders wichtige Aufgabe ist den Verantwortlichen die Betreuung der Kindergruppe „Die Gratterdorfer Früchtchen“. Hier haben Kinder die Möglichkeit, den Umgang mit der Natur und den Pflanzen zu erlernen und bilden so den wichtigen Grundstock zum Weiterbestehen des Vereins. Eine weitere Institution sind die Pflanzenflohmärkte geworden, die zweimal im Jahr als „Tauschbörse“ stattfinden. Als kommendes Projekt wäre angedacht, die Gemeinde „aufblühen zu lassen“. Die Blühflächen sollen neben den Menschen auch die Insekten erfreuen und so zur Biodiversität beitragen.

Möglichkeiten für ein aktives und geselliges Vereinsleben gab es in den letzten eineinhalb Jahren nicht. Darum nutzte die Vorstandschaft gleich die Möglichkeit und lud zur Jahreshauptversammlung ein, in der auch das 30-jährige Jubiläum in kleinem Kreis gefeiert wurde. Passend für einen Gartenbauverein hatte Monika Liebl dazu die Tische wunderschön mit Bluten der Gärten floristisch gestaltet. Alle Anwesenden waren zum gemeinsamen Abendessen eingeladen. In einem kurzen Rückblick erinnerte Martina Wolfsegger an die Highlight der vergangenen fünf Jahre.

In diesem Rahmen wurde auch den in dieser Zeit vier verstorbenen Gründungsmitgliedern in einer Schweigeminute gedacht. Darunter waren Josef Pedolzky, Luise Arbinger, Gründervater Josef Reitberger sowie zuletzt der unvergessene Ideen- und Ratgeber, Gründungsmitglied und jahrzehntelange Kassier Franz Leitl. 

Seit der 25-Jahr-Feier im Mai 2016 bis zum Corona-Stillstand ab März 2020 fanden monatliche Treffen der Kindergruppe statt. Hier wurde neben normalen Gruppentreffen Schlitten gefahren, Fasching gefeiert sowie Wanderungen und Ausflüge, unter anderem zu Apfelfachfrau Anni Sigl und Imker Josef Ritzinger gemacht.

Jährlich fanden die Pflanzenflohmärkte auf dem Gelände von Erich Simmet statt, seit Corona wurden die Pflänzchen statt mit Beratung „auf Vertrauensbasis“ kontaktlos für die Interessenten am Dorfplatz bereitgestellt. In diesem Jahr war auch das Angebot eingeschränkt, es durften nur Pflanzen angeboten werden, die verzehrt werden können, keine Blumen.

Sehr interessant und gut angenommen waren die Ausflüge zu den Gartentagen nach Tüssling sowie die Gartenführung bei Josefine Heinze und ebenfalls Besuche bei Anni Sigl. Angeboten wurden Produkte beim Pfarrstadlfest sowie beim Winterapfelmarkt auf dem Reiterhof Mühlbauer.

Unvergesslich sind auch die wunderschön gestalteten Erntealtäre in der Pfarrkirche und die stimmungsvollen Weihnachtsfeiern.

Martina Wolfsegger bedankte sich für die Treue bei allen Mitgliedern, besonders aber für die fleißige Unterstützung von Stellvertreterin Heidi Hartl und den weiteren Mitgliedern der Vorstandschaft.

Aktuell gehören dem Verein 86 Mitglieder an. Der Bericht über das vergangene Vereinsjahr war kurz. Erstmals fand ein Stammtisch im August statt. Im Rahmen des Ferienprogramms wurde mit den Kindern eine Wanderung  zum Brotjacklriegel mit anschließendem Picknick unternommen. Den frisch gebackenen Eltern unter den Mitgliedern wurden Apfelbäumen überreicht, diese Kindsbäume erhalten auch Neumitglieder mit Kindern bis zu drei Jahren.

Kassenwartin Michaela Rinnerer informierte über den aktuellen Kassenstand. Trotz Corona kann sich der Gartenbauverein über ein kleines Plus freuen. 

Kasseprüferin Heidi Simmet, die zusammen mit Anita Leitl die Kasse geprüft hatte, lobt die einwandfreie Kassenführung.

Bürgermeister Robert Schwankl dankte im Namen der Gemeinde für das Engagement des Vereins und der Verantwortlichen. Nur durch eine engagierte Führungsriege ist das Weiterbestehen eines Vereins möglich. 

Persönlich finde er die Idee der Obstbäume für den Nachwuchs sehr schön. 

Der Idee von Heidi Hartl Blühflächen zu Gunsten der Insekten und Kleinstlebewesen anzulegen, war er zugetan. Doch müsse vorab ein geeigneter Platz gefunden werden, bei dem die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt wird. Da der Bauhof personell sehr eingeschränkt ist, könne er nur Unterstützung bei der Anlage zusagen.

Für die Zukunft wünschte er dem Verein viel Erfolg und weiterhin gute Zusammenarbeit.

Die Vorstandschaft des Gartenbauverein Grattersdorf (sitzend v. li.) Heidi Hartl, Martina Wolfsegger, Michaela Rinnerer, (stehend v. li.) Alexander Rinnerer, Maria Eginger, Monika Liebl und Irmgard Weiß (es fehlt Sandra Kellermann und Josefine Heinze).

Die anwesenden Gründungsmitglieder des Gartenbauvereins (sitzend v. li.) Josef Leitl, Christine Liebl, (stehend) Josef Ritzinger und Ludwig Drasch mit Vorsitzender Martina Wolfsegger (Mitte).

-ni