Grattersdorfer Benefiz-Motorradkorso war Riesenerfolg

632 Motorräder beteiligten sich an der Rundfahrt im Landkreis Deggendorf

Mit 632 Teilnehmern brach der dritte Motorrad-Benefizkorso am Sonntag alle Rekorde: Bereits am Vormittag füllten sich die Parkplätze im Innerortsbereich von Grattersdorf mit Motorrädern, Trikes und Quads. Initiator Manfred Strobel und Tourenplaner und Streckenleiter Bernhard Süß strahlten mit der Sonne um die Wette, der Wettergott hatte es sichtlich gut gemeint mit der Veranstaltung, wie sie Grattersdorf und der Landkreis Deggendorf noch nicht gesehen hat.

Die DJK Grattersdorf mit Vorsitzendem Wolfgang Egner hatte alle Hände voll zu tun um die zahlreichen Gäste mit Getränken und Leberkäs- und Schnitzelsemmeln zu versorgen. Bereits gegen Mittag musste kräftig nachgeordert werden. Die Veranstalter waren heilfroh, dass einige Tage vorher die Corona-Hygienevorschriften gelockert worden waren, sonst hätte es doch viele Einschränkungen gegeben. „Leos Family“ unterhielt die Gäste hervorragend mit Country- und Bikerliedern.

Pfarrer Philipp Höppler begrüßte alle Biker und segnete die Fahrzeuge, indem er durch die geparkten Maschinen ging und sie mit Weihwasser besprengte. Auch zahlreiche Zuschauer hatten sich eingefunden, die die herausgeputzten Maschinen bestaunten. Die Polizei war mit ihrem Präventionsmobil anwesend und hatte auch den Unfallaudi und das Motorrad vom Kalteck-Unfall dabei. Infostände gab es vom TÜV und vom St. Ursula-Hospiz aus Niederlteich.

Pünktlich um 13:15 ging der Korso dann los, angeführt von zwei Polizeimotorrädern, der Streckenleitung und einer Polizeistreife. Blaulichtmotorräder von Feuerwehr und Rotem Kreuz fuhren als „Springer“ mit, um bei evtl. Zwischenfällen einzugreifen. Der gesamte Korso war ca. 10 km lang, die Durchfahrt dauerte ca. 15 Minuten. Über die B 533 gings zunächst Richtung Auerbach, dann nach Schaufling, wo man um den Kreisverkehr wieder zurück nach Auerbach fuhr. So begegnete sich der Korso praktisch selbst. Weiter gings dann über Frohnstetten nach Schwarzach und von dort über Seebach und Deggenau in die Deggendorfer Innenstadt: Man fuhr über den Stadtplatz und die Fußgängerzone bis zur Ruselstraße, von dort über Ulrichsberg, Greising, Rusel zurück nach Schaufling und weiter nach Lalling, um über Euschertsfurth nach eineinhalb Stunden wieder in Grattersdorf anzukommen. Um beim Bahnübergang Einkind nicht durch sich schließende Schranken unterbrochen zu werden, hielten sogar die Züge an.

Zurück in Grattersdorf dankte Manfred Strobel allen Beteiligten und konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen: Schirmherr Bernd Sibler (er spendete 500 € fürs Hospiz), Claus Six von Pullman City spendete 1.000 €. Begüßt wurde auch stv. Landrat Roman Fischer, sowie die Bürgermeister Robert Schwankl, Albin Dietrich, Ewald Straßer und Günther Pammer. Die Vertreter des St. Ursula Hospiz in Niederalteich freuten sich riesig, dass sage und schreibe knapp 9.200 € Spendengelder im wahrsten Sinn des Wortes „eingefahren“ werden konnten.

Auch Joska-Glastrophäen wurden überreicht: An den ältesten Teilnehmer Rolf Zwicker, der mit 91 Jahren ein BMW R 1100-Gespann fuhr, an die größte „Freebiker-Gruppe“ mit Manni Edenhofer, die mit 101 Teilnehmern in Grattersdorf aufschlugen und an den am weitesten angereisten Teilnehmer Michtali Jourei, der 640 km aus der Slowakei angefahren ist. Begrüßt wurde auch die „Miss Elefantentreffen“, Biker Queen Loretta aus Kelheim.

Schirmherr Staatsminister Bernd Sibler, stv. Landrat Roman Fischer und Bürgermeister Robert Schwankl lobten unisono die Organisatoren, wobei ein ganz besonderer Dank an Kreisbrandinspektor Bernhard Süß erging, der die Tour genehmigungsfähig ausgearbeitet hatte und mit zehn Feuerwehren an 20 Punkten für die Vorfahrt des Korsos auf der gesamten Strecke sorgte. „Die Tour war einmalig, so etwas hat man im Landkreis und weit darüber hinaus noch nicht gesehen“, so der Schirmherr. Aber auch alle, die irgendwie zur Veranstaltung mit beigetragen haben, insbesondere das Helferteam um DJK-Vorsitzenden Wolfgang Egner wurden mit Lob bedacht.

Man war sich einig, dass dies nicht der letzte Biker-Benefizkorso in Grattersdorf war, und weil „Motorradler zammhoitnd“ freuen sich alle auf eine Neuauflage hoffentlich schon  im nächsten Jahr!

Stv. Landrat Roman Fischer (am Mikro) dankt mit Staatsminister Bernd Sibler (r.) Initiator Manfred Strobel (v. l.) sowie Routenplaner und Streckenleiter Bernhard Süß für die hervorragende Organisation der Motorrad-Tour.

Über die Spende in Höhe von rund 9.200 Euro freuten sich die Vertreter des St. Ursula-Hospitz in Niederalteich: Susanne Feichtinger (stv. Hospizleitung, vorne v. l.), Dr. Ulrich Krüninger und Tanja Heininger, möglich machten es Tourleiter Kreisbrandinspektor Bernhard Süß (hinten v. l.) , Tom Schosser (DJK), Schirmherr Staatsminister Bernd Sibler, Pullman-City-Chef Claus Six, DJK-Vorsitzender Wolfgang Egner, Organisator Manfred Strobel, Dank erging seitens des Bürgermeistes Robert Schwankl, stv. Landrat Roman Fischer, und den Bürgermeistern Ewald Straßer (3. Bgm. Hengersberg), Albin Dietrich (Bgm. Niederalteich) und Günther Pammer (stv. Bgm. Deggendorf).

Sie vertraten die größte Freebiker-Gruppe, die mit stolzen 101 Mann am Korso teilnahmen!

Motorräder, soweit das Auge reicht: Der dritte Grattersdorfer Motorradkorso brach alle Rekorde.

Aufstellung des Korsos am Ortsausgang von Grattersdorf: Die Spitze bildeten zwei Polizeimotorräder, Kreisbrandinspektor Bernhard Süß als Streckenleiter, ein Streifenfahrzeug der Polizei, ein Feuerwehr- und ein Rotkreuzmotorrad

Text und Fotos: Bernhard Süß