Winsinger Dorfgemeinschaftshaus fast fertig – Coronavirus schränkt Aktivitäten der Dorfgemeinschaft stark ein

 Trotz der Einschränkungen, die das Coronavirus auch der Winsinger Dorfgemeinschaft im letzten Jahr bescherte, konnte das ehrgeizige Ziel in Winsing durch einen Anbau an das Feuerwehrgerätehaus ein Dorfgemeinschaftshaus zu errichten durchgeführt werden. Es sind nur noch geringfügige Restarbeiten zu erledigen. Die offizielle Übergabe wird wohl warten müssen, bis wegen der Pandemie wieder Festlichkeiten im begrenzten Umfang erlaubt werden können.

Mit gemischten Gefühlen blickt der Verein „Dorfgemeinschaft Winsing und Umgebung e. V.“ auf das abgelaufene Jahr zurück: Die geplanten Veranstaltungen wie Starkbierfest, Maiandacht, Ausflüge, das Weinfest und die Adventsfeier mussten aus den bekannten Gründen abgesagt werden. Auch die reguläre Mitgliederversammlung konnte nicht abgehalten werden. Lediglich der „Winsinger Dorffasching“  (noch im Feuerwehrhaus) sowie das Bühnenprogramm „Woidrauschen“ in Auerbach konnten noch besucht werden. Dem neu gegründeten Verein wurde zu Beginn des Jahres vom Finanzamt die Gemeinnützigkeit anerkannt.

Erfreulich hingegen war der Baufortschritt am neuen Dorfgemeinschaftshaus: Spatenstich und Baubeginn waren Mitte April (Donauanzeiger berichtete), unter Einhaltung der Vorschriften konnte sogar in kleinem Rahmen das „Firstbier“ gefeiert werden. Sogar Staatsminister Bernd Sibler stattete der Baustelle einen Besuch ab und bewunderte zusammen mit Bürgermeister Robert Schwankl und seinem Vorgänger Alfons Gramalla den Baufortschritt. Nunmehr steht die Fertigstellung des Gebäudes samt Einrichtung kurz bevor.

Trotz der Einschränkungen des letzten Jahres konnte sich die Vorstandschaft zu sieben Sitzungen treffen um die Geschicke des Vereins und die Abwicklung des Bauvorhabens zu planen. Darüber hinaus fanden noch diverse Treffen zu Bemusterungen für die Möblierung, die Küche, die Gastrotheke, die Fliesen und die Elektroausstattung mit dem Bürgermeister, dem Kämmerer und den Vertretern des Architekturbüros Weinmann sowie den Vorständen der Feuerwehr Winsing statt. Man fühlte sich jederzeit in die Entscheidungen gut eingebunden. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch die Begleitung des Bauvorhabens durch Eberhard und Resi Schaller, die beide viel Freizeit für einen optimalen Ablauf aufgewendet haben.

Der finanzielle Anteil, den der Verein zu den Anschaffungen für das Dorfgemeinschaftshaus zu tragen hatte und der über die Gemeinde abgerechnet wurde, konnte mit einer Förderung über das ILE Regionalbudget zu einem hohen Teil kompensiert werden. Eine kurzfristigen Liquiditätslücke konnte durch ein zinsloses Darlehen durch die Freiwillige Feuerwehr Winsing überbrückt werden. „Das ist gelebte Dorfgemeinschaft“ freuten sich die Vorstände Franz-Xaver Stangl und Stefan Wenig und dankten den Verantwortlichen der Feuerwehr. Das Darlehen konnte bereits wieder zurück bezahlt werden.

Da die bereits erwähnten Veranstaltungen nicht stattfinden konnten, fehlen dem Verein natürlich auch die geplanten Einnahmen. Umso mehr freuten sich die Verantwortlichen über Spenden und dankten allen voran Eberhard Schaller, Landrat Christian Bernreiter für eine Spende aus dem Förderfonds der Sparkassen, der Daten und Analysen Beratung GmbH sowie der Raiffeisenbank Deggendorf-Plattling-Sonnenwald für eine Spende aus dem Gewinnspartopf.

Die Verantwortlichen hoffen nun auf eine Verbesserung der Pandemielage im Jahr 2021, insbesondere auf die Einweihungsfeier des Dorfgemeinschaftshauses sowie weitere Veranstaltungen und Treffen ohne gesundheitliche Risiken durch das Coronavirus.

 

Die Ansicht des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Winsing konnte am östlichen Ortseingang durch den Anbau des Dorfgemeinschaftshauses beeindruckend aufgewertet werden.

Der Vorsitzende der Winsinger Dorfgemeinschaft, Franz-Xaver Stangl (2. v. r.) freute sich ebenso wie Eberhard und Resi Schaller (l.)  über den Scheck in Höhe von 800 €, den er vom Grattersdorfer Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Deggendorf-Plattling-Sonnenwald, Thomas Schosser, in Empfang nehmen durfte.

Fotos und Text: Bernhard Süß